Neue Vorsitzende im Stadtforum

Am 3. November 2020 wählte die 18-köpfige Vorstandschaft des Stadtforums Friedrichshafen e.V. ein neues Vorsitzenden-Team an seine Spitze. Als erster Vorsitzender wurde Dr. Martin Ruf, Mitinhaber und geschäftsführender Gesellschafter der monreal Immobilien & Projektentwicklung GbR, gewählt. Astrid Konrad von der Zeppelin Universität nimmt als 1. Stellvertretende Vorsitzende ihr neues Amt auf. Turnusmäßig im Amt bleiben auch Sieglinde Ege als zweite Vorsitzende und Florian Sedlmeier als ihr Stellvertreter. Wir haben Dr. Martin Ruf zu seiner Verbindung zu Friedrichshafen und seinen Plänen für das Stadtforum befragt.

 

Wie kamen Sie zum Stadtforum?

Im Jahr 2012 kam ich als Vertreter von Engel & Völkers zum Stadtforum. Mit Start meiner Selbständigkeit trat ich 2015 dann selbst als Mitglied ein. Überzeugt haben mich vor allem die Vielfältigkeit der Mitglieder und der kollegiale, respektvolle Umgang untereinander. Die Kontakte gingen für mich dann schnell über die regulären Zusammenkünfte hinaus.

 

Weshalb engagieren Sie sich im Vorstand?

Der Vorstand engagiert sich für die Belange des Stadtforums und seiner Mitglieder. Ich möchte aktiv an der Meinungsbildung und Positionierung des Stadtforums mitarbeiten.

 

Was schätzen Sie am Stadtforum, wo gibt es noch Verbesserungspotential?

Neben dem guten und respektvollen Miteinander von Mitgliedern und Vorstand schätze ich das Engagement für und die Teilnahme an der Entwicklung der Stadt Friedrichshafen. Auch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing, das uns vielfältig unterstützt, muss betont werden. Das alles ist nicht immer selbstverständlich. Verbesserungspotential gibt es aus meiner Sicht hinsichtlich der Wahrnehmung des Stadtforums in der Öffentlichkeit. Hier sind wir aber bereits auf einem guten Weg.

 

Was sind Ihre Ziele für das Stadtforum?

Auch das Stadtforum und seine Mitglieder stehen, wie unsere Gesellschaft insgesamt, vor enormen Herausforderungen, die durch die Corona-Pandemie seit März 2020 entstanden sind. Das Stadtforum möchte dazu beitragen, dass die negativen Auswirkungen in Friedrichshafen möglichst gering sind. Wir begrüßen beispielsweise die Maßnahmen von Verwaltung und Gemeindegremien in puncto Flughafen oder Messe. Wir fordern aber auch Unterstützung für die kleineren Unternehmer und Gewerbesteuerzahler, insbesondere in der Innenstadt, d,h. für Handel, Gastronomie und Tourismus.

 

Was schätzen Sie an der Stadt Friedrichshafen?

Unbezahlbar ist für mich natürlich die tolle Lage am Bodensee. Darüber hinaus begeistern mich die Möglichkeiten, die sich aus der Größe der Stadt, ihrer Vielfältigkeit und der Infrastruktur bieten. Friedrichshafen ist nicht in erster Linie ein Touristenort sondern auch noch Messestandort, Industriestadt, High Tech-Zentrum und vieles mehr. Die Bewohner haben das ganze Jahr ein gleichbleibendes Angebot, zum Beispiel an Kultur oder vom Handel.

 

Was gilt es in Friedrichshafen zu verbessern?

Das Stadtforum thematisiert schon lange eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität und einen umfassenden Ansatz für die Innenstadt. Der Planungsbeginn für das Zollareal ist hier ein Anfang. Die baldige Fertigstellung der Umgehung B 31 bietet auch für die Friedrichstraße Potential zu einer deutlichen Verbesserung der Erreichbarkeit der Innenstadt. Die Frage‚ in welcher Stadt wollen wir in Zukunft leben und wie sollen unsere Innenstädte aussehen, treibt nicht nur Friedrichshafen um, sondern beschäftigt Planer, Gewerbetreibende und Verwaltungen bundesweit. Die Aufgabe des Stadtforums ist dabei der offene Dialog und die Mitarbeit bei der Suche nach praktikablen und nachhaltigen Lösungen.